Spelzweizen (Einkorn, Emmer, Dinkel) – Wissenswertes zu Abstammung, Züchtung und Anbau

Dipl.-Ing. Dr. Heinrich Grausgruber

„Urgetreide” hat in den vergangenen Jahren konstante Marktanteile gewonnen. Vor allem die drei Spelzweizenarten Einkorn, Emmer und Dinkel werden als solche vermarktet. Zählen Einkorn und Emmer tatsächlich zu den Urgetreiden, wenn man die Entwicklungsgeschichte des Weizens betrachtet, so handelt es sich bei Dinkel um eine Weizenart, die jünger als der herkömmliche Brotweizen ist. Besonders unterscheiden sich die drei Spelzweizen auch in ihrer Züchtungsintensität. Während bei Einkorn nur vereinzelt Neuzüchtung betrieben wird und die Mehrheit der kultivierten Sorten Selektionen aus alten Landsorten sind, wird bei Dinkel seit mehr als einhundert Jahren gezielt Brotweizengenetik eingekreuzt, um den Ertrag, die Standfestigkeit und die Backqualität zu steigern. Auch bei Emmer wurden schon moderne kurzstrohige Sorten aus Kreuzungen mit Hartweizen entwickelt, im Anbau befinden sich allerdings auch hier fast ausschließlich Selektionen aus alten Landsorten. Der in der Regel höhere Preis von Spelzweizenprodukten erklärt sich aus einem niedrigeren Ertragsniveau, Kosten für die Entspelzung, häufig Herkunft aus ökologischer Produktion und einem oftmals aufwendigeren Verarbeitungsprozess.

Der gesamte Beitrag ist in Heft 1/2019 von „Getreide, Mehl und Brot“ nachzulesen.

Körnerleguminosen – wachsender Bedarf für Nahrungsmittel

Heimische Hülsenfrüchte sind im Kommen. Ob es sich für Landwirte lohnt, vermehrt Erbsen, Bohnen, Lupinen und Co. anzubauen, hängt allerdings entscheidend davon ab, ob eine interessante Wertschöpfung gelingt. Wichtig dabei: Die Qualität muss stimmen.

Der Anbau von Hülsenfrüchten hat in Deutschland den Sprung aus der Nische geschafft. Ein wachsendes Absatzpotenzial für heimische Körnerleguminosen sieht Liane Regner von der Marktgesellschaft der Naturland Bauern AG im Nahrungsmittelbereich: „Der Markt ist zwar noch klein, aber aufnahmefähig“, erläutert die Ökomarktexpertin für Sonderkulturen. Vieles spricht dafür, dass der Bedarf künftig steigen wird und eine gute Wertschöpfung möglich ist. Denn immer mehr deutsche Lebensmittelhersteller setzen auf heimische Leguminosen – zum einen, weil die Verbraucher es wünschen, zum anderen, weil es die Rückverfolgbarkeit der Rohware vereinfacht. Für den Vermarktungserfolg ist jedoch entscheidend, dass die Qualität der Rohstoffe stimmt. Massenware ist nämlich nicht gefragt. „Die Abnehmer suchen vielmehr spezielle Sorten und Qualitäten. Hier sollte man nicht einfach ins Blaue hinein anbauen“, empfiehlt Regner. Wer also Interesse am Anbau von Hülsenfrüchten hat, sollte die Marktsituation vorab sorgfältig analysieren und gezielt nur das anbauen, was verlangt wird.

Der Komplette Beitrag ist in GMB, Heft 1/2019, nachzulesen.

 

 

Die globale Ernährungssituation:
Nährstoffmängel und Ansätze zu deren Verbesserung

Ibrahim Elmadfa, und Alexa L. Meyer

In den vergagnenen Jahren ist es weltweit wieder zu einem leichten Anstieg von Hunger und chronischer Unterernährung gekommen. Daneben ist besonders problematisch der sogenannte „versteckte Hunger", worunter man die — oft unerkannt bleibende — Unterversorgung mit einzelnen oder mehreren Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe) versteht. Nicht nur, aber vor allem Kinder, schwangere und stillende Frauen und ältere Menschen sind betroffen, und eine große Rolle spielen Nahrungsmittelverfügbarkeit und Ernährungsweisen. Die Umstellung des Ernährungsverhaltens hin zu einer vielseitigeren Kost und die Vermittlung von Ernährungswissen sind zweifellos die nachhaltigsten Maßnahmen der Bekämpfung, aber auch die Gabe von Supplementen und die Lebensmittelanreicherung sind — in medizinisch definierten Grenzen — probate Mittel, die weltweit in unterschiedlichster Form was die Mikronährstoffe im Einzelnen und/oder das gewählte „Träger"-Lebensmittel, z. B. Mehl, anbetrifft — zur Anwendung kommen.

Dieser interessante Beitrag ist in der Ausgabe 1/2019 der GMB nachzulesen.

Personalisierte Ernährung – das Konzept der Zukunft?

Gesundheit und Selbstoptimierung für die Verbraucher, Chance und Herausforderung für den Getreidesektor

Am Konzept der personalisierten Ernährung führt in der Lebensmittelbranche kein Weg mehr vorbei. Während die Wissenschaft mit Genetik, Nutrigenomik und Mikrobiomforschung das „Know“ bringt, scheint das „How“ in der Industrie noch am Anfang zu stehen. Personalisierte Ernährung praktisch umzusetzen – mit alltagstauglichen Analysetools und innovativen Produkten − ist die Herausforderung Nummer eins für die Unternehmen der Branche. Michael Guskoa nimmt sich dieser Thematik an und beleuchtet diese ganz konkret in Heft 1/2019 der „Getreide, Mehl und Brot“ für die Auswirkungen auf den Getreidesektor.

Die neue Novel-Food-Verordnung – ein Rechtsgebiet erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Dr. Markus Grube

Zum 1. Januar 2018 ist die neue Novel-Food-Verordnung der Europäischen Union in Kraft getreten. Die Verordnung (EU) Nr. 2015/2283 vom 25. November 2015 hat die Vorläuferverordnung (EG) Nr. 258/97 aus dem Jahre 1997 abgelöst. Mit der Neufassung der Verordnung gehen wichtige Änderungen des Rechtsgebietes einher. Insbesondere wird das Recht der Neuartigen Lebensmittel und dessen Vollzug durch die Überwachungsbehörden reaktiviert. Auch mit einem verstärkten Tätigwerden von Verbraucherschutzzentralen und Mitbewerbern ist zu rechnen. Innovative Lebensmittel, die rechtlich als „neuartig“ bewertet werden, benötigen vor ihrer Vermarktung eine entsprechende behördliche Erlaubnis. Fehlt die erforderliche Zulassung, drohen schwerwiegende rechtliche Konsequenzen. Bekannte Beispiele für solche Novel Foods sind Chia-Samen, mit Phytosterinen/Phytostanolen angereicherte Margarine, mit Hochdruck pasteurisierte Fruchtzubereitungen, Pflaumenkernöl, UV-behandelte Pilze, Bäckerhefe oder UV-behandeltes Brot.

Mehr über die neue Novel-Food-Verordnung ist in der Ausgabe 1/2019 nachzulesen.

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