49. Wissenschaftliche Informationstagung

der Berlin-​Brandenburgischen Gesellschaft für Getrei­de­forschung e. V.
am 16. und 17. Jan­uar 2020 in Berlin

Zur 49. Wissenschaftlichen Informationstagung der Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Getreideforschung e. V. trafen sich in Berlin rund 250 Experten des deutschen Getreide- und Backgewerbes sowie der Forschung und der Zulieferindustrie. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin, der Beuth Hochschule für Technik Berlin, dem Max Rubner-Institut, Detmold, und dem Institut für Getreideverarbeitung, Nuthetal, statt.

Ziel der diesjährigen Informationstagung war es, einen Diskussionsbeitrag zur Bedeutung und Objektivierung der sensorischen Qualitätsbestimmung von Lebensmitteln zu leisten. Hintergrund ist, dass Aussagen über die Qualität von Produkten an Merkmale gebunden sind, welche die subjektive Wahrnehmung und damit die Kaufentscheidungen der Verbraucher entscheidend beeinflussen.

Am ersten Tag der Veranstaltung ging es um den Themenblock Sensorische Qualitätsbestimmung, am zweiten Tag um Zukunftstechnologien in der Backwarenherstellung.

Der zweite Veranstaltungstag war verfahrenstechnischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Funktionalisierung von pflanzlichen Proteinen gewidmet. Des Weiteren ging es um technische Möglichkeiten zur Qualitätssteigerung sowie um die Optimierung von Geschmacksprofilen durch Modellierung. Die Diskussionsleitung dieses Themenblockes unter dem Titel Zukunftstechnologie in der Backwarenherstellung übernahm Prof. Dr. Meinolf G. Lindhauer, Horn-Bad Meinberg.

Während dieser zweitägigen Veranstaltung wurde folgende Förderpreise vergeben:

– Wissenschaftlicher Förderpreis des
Verbandes Deutscher Großbäckereien e. V.

– Förderpreise der Bäcker-Innung Berlin

– Preis der Bäckermeister Alfred Kühn Stiftung

– Bernhard-van-Lengerich-Forschungspreis

Der komplette Bericht über die 49. Wissenschaftliche Informaionstagung ist in der Ausgabe 1 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

Klimawandel – Herausforderung für die Getreidewissenschaft und -technologie*

Alfred Mar

Die Auswirkungen der klimainduzierten Phänomene der Temperaturerhöhung, Trockenheit und der unvorhersehbaren Witterungserscheinungen auf die mitteleuropäische Getreidewirtschaft werden in diesem Beitrag in quantitativer und qualitativer Hinsicht beschrieben. Geringere Hektarerträge und Ernteausfälle durch Schädlings- und Pilzbefall zeigen insbesondere bei Weichweizen erste Tendenzen zur Unterversorgung. Ein spezifisch österreichisches Phänomen ist der durch Trockenheit bedingte extreme Anstieg der Proteinwerte, der zu ersten Verarbeitungsproblemen besonders in der Herstellung von Feinen Backwaren führt. Aktuell durchgeführte und staatlich geförderte Projekte zur Anpassung an die durch den Klimawandel bedingte neue Situation finden einerseits in der Saatzucht und andererseits in der Lebensmitteltechnologie, insbesondere der Müllerei- und Bäckereitechnologie statt. Im Projekt „Klimatech“ wird das Ziel eines teilweisen, bei der Herstellung von Feinen Backwaren auch vollständigen Austausches von Mahlprodukten des Weichweizens gegen solche aus hitze- und trockenresistenteren Getreide- und Pseudogetreidearten Sorghum, Hirse, Buchweizen und Amaranth verfolgt. In abschließenden kritischen Anmerkungen wird das derzeitige Bezahlungs- und Klassifikationssystem von Weichweizen angesichts der klimabedingten Veränderungen zur Diskussion gestellt. Weiterhin wird die stark steigende Produktion von wasserzehrendem Mais angesichts zunehmender Trockenheit kritisch betrachtet.

Der Vortrag wurde anlässlich der 5. D-A-CH-Tagung für angewandte Getreidewissenschaften am 17. und 18. Oktober 2019 in Nyon/Schweiz gehalten und ist nachzulesen in der Ausgabe 1 der Zeitschrift „Getreide, Mehl und Brot.“

 

Heterogene Populationen

Eine Chance für Vielfalt in der Land­wirtschaft und in der Wertschöpfungskette

Der Verlust der biologischen Vielfalt wurde in letzter Zeit in den Mainstream-Medien heftig diskutiert. Die Ergebnisse des zunehmenden Verlustes an Vielfalt werden tiefgreifende Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Erhaltung von genetischem Material für die zukünftige Pflanzenzucht und Landwirtschaft haben, stellen aber auch eine große Herausforderung für die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems und sein Funktionieren im Allgemeinen dar. Darüber hinaus hat die Agrarforschung aufgrund der Bedrohung durch den Klimawandel und der damit verbundenen Herausforderungen für die Landwirtschaft die Erforschung zukünftiger Anbausysteme und Zuchtkonzepte vorangetrieben, die dazu beitragen können, den Verlust der genetischen Vielfalt zu bekämpfen und stabilere und selbstregulierende Systeme bereitzustellen.

Ein ausführlicher Beitrag über die hetrerogene Population ist in der Ausgabe 1 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

Die Dienstleistung Schädlingsbekämpfung: Warum soll und wie kann man sie in der Lebensmittelbranche bewerten?

Thomas F. Voigt

Beim Thema Schädlinge, Prophylaxe und Bekämpfung schleichen sich gerne schon einmal Fehler ein, die a) vom Dienstleister verursacht sein können und b) nicht selten aber auch vom Lebensmittelbetrieb selbst. Bei der Schädlingsbekämpfung liegen häufig immer wieder Fehler, Mängel und Versäumnisse bei den prophylaktischen Maßnahmen vor und bei den Lebensmittelbetrieben selbst hängt es oft an der Sauberkeit und Ordnung. Da solche Fehler aber Schädlinge begünstigen und die Lebensmittelsicherheit gefährden, sollten regelmäßige Inspektionen von neutralen Sachverständigen, die diese Fehler korrigieren, nicht infrage gestellt werden.

Ein ausführlicher Beitrag von Thomas F. Voigt über die hetrerogene Population ist in der Ausgabe 1 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

 

Hygieneschleusen für die Backindustrie – drauf kommt es bei der Anlagenauswahl an

Kristina Stahlke

Hygieneschleusen sind eine der wichtigsten Säulen eines erfolgreichen Hygienekonzeptes – das gilt insbesondere auch in der Backindustrie. Professionelle Hygieneschleuse sichern die Personalhygiene und gewährleisten somit eine hygienische Produktion. Vorbeugung ist auch in der Backwarenproduktion das oberste Hygienegebot, schließlich hat die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher Priorität.

Der komplette Beitrag ist in Heft 1 dieser Fachzeitschrift zu finden.

 

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