Messtechnik in Mühlen und Mischfutterwerken

Teil 1: Einführung und Grenzstanderfassung

In loser Folge von voraussichtlich sechs Artikeln wird über die Technologie zur Messung von Prozessparametern in der Mühle und im Mischfutterbetrieb berichtet. Auf Messgeräte und -systeme für den Einsatz im Labor wird in dieser Reihe nicht oder nur am Rand eingegangen.

Einleitung

Die Messtechnik hat in jedem produzierenden Betrieb eine herausragende Bedeutung. Sie ermöglicht heute, fast alle für den Prozess relevanten Parameter zu erfassen, zu übertragen, darzustellen und zu dokumentieren. Die Qualität der produzierten Güter und die Wirtschaftlichkeit der Herstellung lassen sich so bestimmen und durch Eingriffe in den Prozess optimieren.

Heute können mit der meist digital oder elektronisch realisierten Messtechnik zeitaktuell bzw. zeitnah viele Größen ermittelt werden. Das reicht vom einfachen binären Sensor zur Grenzstanderfassung über komplexere Systeme etwa zur Füllstandmessung bis zur Analyse im Produktstrom, z. B. über NIR-Technologie.

Abhängig vom Automatisierungsgrad des Betriebes werden insbesondere sehr komplexe Parameter heute noch häufig im Labor ermittelt und in der Datenbank des Produktionsleitsystems gespeichert.

Absehbar ist, dass vor allem durch den effektiven und sehr schnellen Datenaustausch der Messsysteme untereinander neue, ungeahnte Möglichkeiten zur Prozessführung entstehen werden (Stichwort Industrie 4.0). Die optimierte und vollständig geregelte Produktion in einer Getreidemühle oder einem Futtermittelbetrieb ist dadurch keine Vision mehr.

Der vollständige Beitrag von Uwe Schulz (Dipl.-Ing. Uwe Schulz war bis 2018 Dozent an der Deutschen Müllerschule Braunschweig (DMSB) ist in der Ausgabe 10 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

Vollautomatischer Betrieb in österreichischer Mühle

Automatisierungslösung durch Vipa– und Yaskawa-​Komponenten

Bis Getreide zu Mehl gemahlen wird und letztendlich als Brot und Gebäck auf dem Tisch der Verbraucher landet, müssen die Getreidekörner schon einige Arbeitsschritte und Stationen vom Feld bis in die Backstube durchlaufen. In der Schäl- und Speichermühle Nestelberger im oberösterreichischen Perg erfolgt eine Automatisierungslösung mit Vipa- und Yaskawa-Komponenten.

Jetzt nach der Ernte sind die Speicher in der Nestelberger-Schälmühle voll – und zwar mit Bio-Getreide. „Wir haben rund 2 500 t Dinkel, Weizen, Gerste, Hafer, usw. in 24 Zellen eingelagert“, erklärt Peter Pilsl, Produktionsverantwortlicher in der Schälmühle Nestelberger.

In diesem Beitrag in Heft 10 wird geschildert, wie mit dem Unternehmen Vipa Elektronik Systeme eine Automatisierungslösung zum vollautomatischen Betrieb erarbeitet wurde.

Automatisierungstechnik – Gegenwart versus Zukunft

Zum Abschluss der diesjährigen WIG-Tagungen des Weihenstephaner Institutes für Getreideforschung fand am 28. März 2019 die obligatorische Automatisierungstagung statt.

Die Vorträge befassten sich mit dem Schwerpunktthema dieser Ausgabe 10 und kann auf der Seite 320 nachglesen werden.

POWTECH 2019

vom 9. bis 11. April 2019 in Nürnberg

Wiege– und Dosiertechnik 1. Teil

An drei Tagen konnten insgesamt über 14 200 Besucher ein breit gefächertes Messeprogramm erleben und interessante Kontakte knüpfen. 824 Aussteller aus 35 Ländern präsentierten in 6 Hallen auf rund 26 700 m² ihre Innovationen. Etwa 40% der Fachbesucher waren aus dem Ausland angereist. Die Topaussteller stammten nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich, Italien, der Schweiz und den Niederlanden. Der wichtigste Branchentreff für die Pulver- und Schüttgut-Community fand bereits zum 21. Mal auf dem Messegelände in Nürnberg statt.

Parallel dazu wurde der PARTEC-Kongress der Partikeltechnologie mit über 500 Teilnehmern aus 30 Ländern veranstaltet.

Der 1. Teil des Messeberichtes ist in der Ausgabe 10 dieser Fachzeitschrift zu finden und befasst sich mit den Ausstellungsbereichen Wiege- und Dosiertechnik.

Lagerautomatisierung für mehr Anpassungsfähigkeit

Ob in der Gesellschaft, der Politik, dem Sport oder der Wirtschaft – die Flexibilität gilt in vielen Bereichen als elementar. Anstatt in der Intralogistik weiterhin auf veraltete Logistikkonzepte zu setzen, planen deshalb auch immer mehr Unternehmen, das Management ihrer innerbetrieblichen Lagerprozesse mit dem Einsatz flexibler Systeme effektiver zu gestalten. Aufgrund steigender Nachfrage sowie Variantenvielfalt nehmen die Produktmengen zu und somit erhöht sich gleichzeitig der Bedarf an Bauteilen. „Alltägliche Prozesse wie diese stellen Lagerlogistiker vor große Hürden, da sie umgehend Antworten auf spontane Änderungen finden müssen. Flexible Systeme helfen, diese Prozesse schnellstmöglich anzupassen“, erklärt Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH aus Mainhausen.

Ein ausführlicher Beitrag über die Lagerautomatisierung ist in „Mühle + Mischfutter“, Heft 10, nachzulesen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok