Wichtige Aspekte bei der Instandsetzungsplanung von Stahlbetonsilos

M. Sc. Sandy Illguth, Hamburg

Die Lagerung von Getreide, Mehl und Kleie erfolgt üblicherweise in Silobauten, da diese hinsichtlich der geforderten Randbedingungen (Feuchtigkeit, Lichtverhältnisse, Dosierbarkeit bzw. Entnahme) ideale Bedingungen bieten. Die dafür verwendeten Baumaterialien reichen von Stahl über Aluminium und glasfaserverstärkte Kunststoffe bis hin zu Stahl- und Spannbeton.

Beton nimmt dabei eine wesentliche Rolle ein, da sich durch die Ortbetonbauweise – meist im Gleitbauverfahren – alle Grundrissformen, Höhen und konstruktiven Details sehr gut lösen lassen. Neben technischen Belangen stellt die Stahl- und Spannbetonbauweise in vielen Fällen auch die wirtschaftlichste Lösung dar. Planung und Errichtung eines Betonsilobauwerkes bestimmen in hohem Maß zugleich über die Lebensdauer des Objektes. Meist kann eine längere Nutzung erfolgen, weil die verwendeten Baustoffe und Materialien dauerhafter sind. Dennoch werden Betreiber langfristig mit der Frage konfrontiert, ob ein Neubau erforderlich wird oder ob möglicherweise bereits eine Instandsetzung die Lebensdauer des Silobauwerkes um viele Jahre verlängern kann. Dazu sollten die Kosten für beide Maßnahmen hinreichend genau bekannt sein.

Über die Vorgehensweise und Besonderheiten berichtet M. Sc. Sandy Illguth von WTM Engineers GmbH ausführlich in einem Beitrag in Heft 3 dieser Fachzeitschrift.

Erweiterung der Getreidesiloanlagen in Avenches und Granges-près-Marnand/Schweiz

Stéphane Bouffandeau, Domdidier/​Schweiz

Das Schweizer Unternehmen Broye Céréales Société Coopérative ist eine landwirtschaftliche Genossenschaft und befasst sich als Großhändler mit dem Vertrieb von Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln. Der größte Kunde von Broye Céréales, eine Mühle der Groupe Minoteries S.A., befindet sich nur wenige Kilometer entfernt von der Getreidesammelstelle Granges-près-Marnand. Die partnerschaftliche Geschäftsbeziehung der beiden Betriebe ist für jeden von ihnen gleichermaßen von Nutzen. Was lag für Broye Céréales also näher, als in eine Aufstockung seiner Lagerkapazität zu investieren?

Wie nun die Erweiterung vonstatten ging, wird anhand von zwei Projekten in Granges-près-Marnand und Avenches in der Ausgabe 3 dieser Fachzeitschrift beschrieben.

Anlagenerweiterung in einer Mälzerei

Nachdem vor Kurzem eine neue Annahmestelle bei der Malzfabrik Weyermann® in Haßfurt realisiert worden war, sollte anschließend der alte Annahmeweg so umgebaut werden, dass unabhängig von der gewählten Annahme alle vorhandenen Ziele im Gebäude angefahren werden können. Im Grunde war die Aufgabenstellung somit klar und gut verständlich, doch solche Änderungen in einem bestehenden Gebäude zu realisieren, erfordert viel Fingerspitzengefühl. Zum einen sind die Mälzereien momentan so gut ausgelastet, dass es während des Umbaues keinen Anlagenstillstand geben sollte, zum anderen ist der Platz für weitere Fördertechnik in bestehenden Systemen meist nur sehr begrenzt. Trotz dieser Herausforderungen ist es der Eirich Maschinen- und Anlagenbau GmbH in den vergangenen Jahren regelmäßig gelungen, solche Projekte erfolgreich umzusetzen.

Wie nun dieser Umbau geplant und umgesetzt wurde, ist in Heft 3 der Fachzeitschrift „Mühle + Mischfutter“ ausführlich nachzulesen.

Traditionelles Steinmahlverfahren neu entdeckt

Paul Bruckmann, Lonnerstadt

Die Geschichte der Müllerei reicht Tausende von Jahren zurück. Alle alten Kulturvölker, angefangen von den Altbabyloniern über die Assyrer bis zu den Ägyptern, nutzten Reibplatten und Mörser zur Mehlherstellung. Über die Römer gelangte die Technik der flachen Mahlsteine dann nach Mitteleuropa. Das System mit Bodenstein und Läufer hielt sich viele Jahrhunderte lang; lediglich die Antriebsart über Wind- und Wassermühlen vereinfachte den Mahlbetrieb mehr und mehr.

Mit dem Beginn der Industrialisierung und den Anfängen der Walzenvermahlung Ende des 19. Jahrhunderts schien die Ära der Vermahlung mit Steinen komplett beendet zu sein. Der Walzenstuhl revolutionierte die Müllerei und ermöglichte immense Kapazitätserweiterungen. In einigen Branchen und kleinen handwerklichen Mühlen hat sich die Vermahlung mit Schrot- und Mahlgang jedoch bis heute gehalten.

Mit der zunehmenden Entwicklung des Biomarktes und der Besinnung der Verbraucher auf regionale Erzeugnisse eröffnen sich wieder neue Perspektiven für die Steinvermahlung. Hierzu kann man sich einige Zahlen aus dem Jahr 2017 ansehen.

Ein ausführlicher Bericht über dieses Thema ist in der Ausgabe 3 dieser Fachzetischrift zu finden.

ACHEMA 2018

Leitmesse der Prozessindustrie vom 11. bis 15. Juni 2018 in Frankfurt am Main

Auf der weltweit wichtigsten Leitmesse für die Prozessindustrie zeigten 3 737 Aussteller aus 55 Ländern auf über 132 000 m² die neueste Ausrüstung sowie innovative Verfahren für die Chemie-, Pharma- und Lebensmittelindustrie. Aufgeteilt waren die Ausstellungsgruppen in Anlagenbau, Forschung und Innovation, Labor- und Analysentechnik, Literatur, Information, Lern- und Lehrmittel, Mechanische Verfahren, Mess-, Regel- und Prozessleittechnik, Pharma-, Verpackungs- und Lagertechnik, Pumpen, Kompressoren und Armaturen, Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz, Thermische Verfahren, Werkstofftechnik sowie Materialprüfung.

Das mit Abstand stärkste Wachstum verzeichnete die Ausstellungsgruppe Pharma-, Verpackungs- und Lagertechnik, für die aufgrund der großen Nachfrage eine zusätzliche Halle angemietet wurde. Angesichts des steigenden Trends in Richtung Digitalisierung und Automation verwundert es nicht, dass auch das Themengebiet Mess-, Regel- und Prozessleittechnik zulegen konnte. Klassische Bereiche wie die mechanische Verfahrenstechnik und die Sicherheitstechnik belegten ebenfalls etwas mehr Fläche, während andere Ausstellungsgruppen wie der Anlagenbau oder die Labortechnik leichte Einbußen verzeichneten.

Ein ausführlicher Bericht über diese Veranstaltung ist in der Ausgabe 3 dieser Fachzetischrift nachzulesen.

In einem weiteren Beitrag geht es um die Restaurierung einer Turbine des Feinmechanischen Museuns in Merzig.

Außerdem ist in dieser Ausgabe auch das Jahresverzeichnis 2018 zu finden.

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