Alternativen zu Tierversuchen
für die ökologische Bewertung von Wasserkraftanlagen

Aus­gangslage

Weniger als jedes zehnte natürliche Fließgewässer in Deutschland ist in einem guten ökologischen Zustand1). Neben stofflichen Einträgen ist die Veränderung der Gestalt der Gewässer durch den Menschen und die unterbrochene Durchgängigkeit ein Hauptgrund für diese erschreckende Zahl2).

Eine große Anzahl von Querbauwerken erschwert oder verhindert die Wanderung von Fischen und anderen Tieren. Ein zentraler Aspekt bei der Umsetzung der europäische Wasserrahmenrichtlinie ist deshalb die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit. Wasserkraftwerke sind mit etwa 7 800 Anlagen für eine Vielzahl der Hindernisse verantwortlich. Gleichzeitig sind sie aber durch ihre Grundlastfähigkeit und zur Bereitstellung von Regelenergie geeignet, den Übergang zu einem CO2-neutralen Wirtschaftsraum zu unterstützen. Dieser wird von der Europäischen Union bis 2050 gefordert. In Abwägung zwischen Umwelt- und Naturschutzbelangen und der geforderten Energietransition ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit dennoch obligatorisch. Die Investitionen, die sich für die Betreiber ergeben, um die Wasserkraftanlagen ökologischen nachhaltig zu betreiben, sind in der Regel mit hohen finanziellen Belastungen verbunden. Installationen in geeignete Fischschutz- sowie Auf- und Abstiegsanlagen sind notwendig, um den Fischen die Überwindung der Standorte zu ermöglichen und sie vor Schäden bei der Passage – insbesondere durch die Turbinen – zu schützen. Der Funktionsnachweis derartiger Schutz- und Abstiegssysteme wird teilweise behördlich gefordert und ist inzwischen oft Voraussetzung für die Neukonzessionierung der Wasserkraftnutzung. Durch den hohen Aufwand kosten solche Untersuchungen abhängig vom Standort auch für kleine Wasserkraftanlagen durchaus fünf- bis sechsstellige Beträge.

Der komplette Beitrag ist in der Ausgabe 2 dieses Fachmagazins nachzulesen.

1) Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) / Umweltbundesamt UBA 2016

2) Umweltbundesamt UBA 2017

 

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