Wasserkraftwerk Wyhlen

Alte Anlagen müssen nicht immer gleich ersetzt werden. Häufig ist das weder notwendig noch umsetzbar. Vielfach erweisen sich Modernisierungen und technische Ergänzungen bestehender Anlagen als wesentlich effizienter: Alte Komponenten werden ausgetauscht, neue hinzugefügt und das bei überschaubaren Kosten. Gerade im Bereich der Kraftwerke ist ein Neubau mit sehr hohen Investitionen verbunden oder schlichtweg unmöglich.

Die Wasserkraft wird seit vielen Jahrhunderten genutzt. Einst zum Antrieb von Mühlen und Sägewerken, seit Beginn des letzten Jahrhunderts vor allem zur Stromerzeugung. Heute ist das nutzbare Potenzial weitgehend ausgeschöpft, neue größere Wasserkraftwerke werden kaum mehr gebaut. Viele Anlagen werden seit Jahrzehnten betrieben, einige sind gar 100 Jahr alt. Der Blick der Betreiber richtet sich daher verstärkt auf die Modernisierung und Erweiterung vorhandener Anlagen, was deren Leistung um mehr als ein Drittel steigern kann.

2019 wurden rund 3% des in Deutschland erzeugten Bruttostroms aus Wasserkraft gewonnen. Das sind rund 21 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien, die zum größten Teil in Bayern und Baden-Württemberg produziert werden. Der Wasserkraftstrom ersparte der Umwelt im letzten Jahr den Ausstoß von gut 15 Mio. t Kohlendioxid, was die Bedeutung der Wasserkraft im Kontext der Energiewende unterstreicht.

Rund 7 300 Wasserkraftanlagen mit einer insgesamt installierten Leistung von etwa 5 600 Megawatt (MW) verrichten derzeit in Deutschland zuverlässig ihren Dienst. 17,5 Terawattstunden stammen dabei von etwa 400 Anlagen mit einem Leistungsvermögen von über einem Megawatt.

Ein ausführlicher Beitrag hierzu ist in der Ausgabe 4 von „Wasserkraft & Energie“ nachzulesen.

 

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