Innovationen: Wenn alle Versprechen erfüllt würden ...

Eine Auseinandersetzung mit Nutzen und Risiken

Ein Feuerwerk an Erfindungen und Reprisen

Die frühen Signale der Notwendigkeit einer Energiewende haben zu einer bereits drei Jahrzehnte andauernden Welle von Innovationen im Wasserkraftbereich geführt – erstaunlicherweise in einem Sektor, welcher bereits damals als fertig entwickelt galt, sodass die Lehrbücher lange Zeit kaum mehr modernisiert werden mussten. Fachbeiträge füllen seither Innovationsbände.

Doch was wurde daraus für die Praxis? Sollen Anwender Mut zeigen, ihre Projekte und Anlagen zukunftsoffen als Versuchsfeld anzubieten oder auf Altbewährtes setzen? Wie kann man sich gegen die Risiken absichern? Als Gründer und Betreiber der Infostelle Kleinwasserkraftwerke in der Schweiz wurde der Autor Ansprechstelle für Ideen vom Perpetuum Mobile bis zur Markteinführung erprobter Technologien. Er startet deshalb mit diesem Beitrag den Versuch, einen Überblick über die Thematik zu verschaffen, um anhand einiger exemplarischer technischer Neuerungen den förderlichen Umgang mit Erfindern und Neuentwicklungen zu diskutieren und deren effektiven Nutzen zu beurteilen.

Ein ausführlicher Beitrag dazu ist von Dipl.-Masch.-Ing. ETH, Hans Peter Leutwiler aus Zürich in der Ausgabe 2 dieses Quartalsmagazines nachzulesen.

Flusswasserkraftanlagen
mit weiterem Forschungsbedarf

Bericht über das „Fachforum Fluss-​Strom® Plus“
am 27. September 2018 in Magdeburg

Die Energiegewinnung aus Anlagen unter oder über der Wasseroberfläche steht weiter vor großen Herausforderungen bis zur Marktreife. Dies zeigte einmal mehr das „Fachforum Fluss-Strom Plus“, zu dem am 27. September 2018 rund 120 Teilnehmer in die „Experimentelle Fabrik“ an der Otto-von-Guericke-Universität nach Magdeburg gekommen waren.

Organisiert hatte die Tagung das Flussstrom-Netzwerk, zu dem 19 Industriepartner und acht Forschungseinrichtungen – vornehmlich aus Mitteldeutschland – zählen. Das daraus entstandene Bündnis „Wachstumskern Fluss-Strom Plus“ wurde 2015–2018 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 10 Mio. Euro gefördert.

Auf der Tagung wurden die Ergebnisse der sechs Verbundprojekte präsentiert. Bündniskoordinator Mario Spiewack berichtete, das Netzwerk bleibe weiter bestehen, sodass die Teilnehmer auch künftig von der Zusammenarbeit profitieren könnten (siehe Interview „Nachoptimierungszeit nutzen“ mit Mario Spiewack, Projektkoordinator und Sprecher des Bündnisses „Wachstumskern Flusstrom Plus“)

Ein ausführlicher Beitrag über diese Veranstlatung in Magdeburg ist in Heft 2 nachzulesen.

Ölanalysen für Wasserturbinen

Schäden an Maschinen und Veränderungen im Öl frühzeitig erkennen

Das Öl, das in den Turbinen von Wasserkraftwerken zum Einsatz kommt, ist unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt – hohe Temperaturen, Luft- und Wassereintrag, Ablagerungen und lange Öleinsatzzeiten von wenigen Jahren bis zu Jahrzehnten belasten den Schmierstoff in hohem Maße.

Wenn das Öl seine Aufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllt, können Maschinenschäden und -ausfälle auftreten und hohe Kosten durch Reparaturen und ungeplante Maschinenausfallzeiten verursachen. Auch die nicht unerheblichen Ölfüllmengen von bis zu 45 000 l, die bei einem Ölwechsel ersetzt werden müssen, lassen die Kosten schnell anwachsen.

Doch wie erkennt man Veränderungen im verwendeten Öl rechtzeitig? Oelcheck, Labor für Schmier- und Betriebsstoffanalysen, bietet hierfür all-inclusive Analysensets, die in der Ausgabe 2 dieses Quartalsmagazins vorgestellt werden.

Wasserkraft im EEG – Aktueller Stand

Für die Betreiber von Kleinwasserkraftwerken ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) neben den Umweltgesetzen die wichtigste gesetzliche Regelung für den Betrieb der Anlage. Im EEG werden die Höhe der Vergütung sowie die Voraussetzung für einen Anspruch auf Vergütung geregelt. Seit Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000 ist dieses bereits fünf Mal novelliert worden. Voraussichtlich steht im Jahr 2020 eine weitere Novelle des Gesetzes an. Hierzu hat Frau Rita Keuneke aus Aachen einen ausführlichen Beitrag geschrieben, der in der Ausgabe 2 dieses Magazines nachzulesen ist.

Kraftwerk Kaunertal in Tirol:
Unterwasser-Instandhaltungsarbeiten am Speicher Gepatsch

Um in Zukunft aufgrund der Sediment- und Verlandungsproblematik den Speicher Gepatsch für Überprüfungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Triebwasser- und Grundablassstollen oberwasserseitig der Absperrbauwerke nicht mehr entleeren zu müssen, wurden stählerne Führungsrahmen und darin verschiebbare Dammtafeln geplant und hergestellt, die mithilfe von Tauchern im Sättigungstauchverfahren in rd. 110 m Wassertiefe vor dem Grundablasseinlauf und im unteren Triebwassereinlauf eingebaut wurden.

Die Dammtafeln und deren Führungsrahmen wurden so konstruiert, dass die Tafeln in den Führungsrahmen entweder in die geöffnete oder in die geschlossene Position verschoben werden können.

Darüber hinaus wurde der untere Teil des Grundablasses, welcher bei dem Bau des Staudammes zur Wasserhaltung benötigt wurde, mit einer Betonplombe, die ebenfalls in 110 m Wassertiefe betoniert wurde, endgültig verschlossen.

Weiterhin wurde der untere Triebwassereinlauf durch sogenannte Rechentürme, die einfach von Tauchern in 110 m Wassertiefe montiert werden konnten, um einige Meter erhöht, um so in Zukunft eine größere Betriebssicherheit gegen eine allfällige Zunahme der Sedimentverlandung zu erreichen.

Der ausführliche Beitrag ist in der Ausgabe 2 dieser Fachzeitschrift nachzulesen.

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